Die Vermutung ist nahe liegend dass wahrscheinlich die Verfahren zur Herstellung von Nudeln an mehreren Orten unabhängig voneinander erfunden worden sind. So gibt es frühste Hinweise auf eine Herstellung in Ostasien vor etwa 4000 Jahren. Man ist der Auffassung, dass bereits Marco Polo die Nudel aus China nach Italien gebracht hat.
In Europa sind seit der griechischen Antike Nudelgerichte bekannt. So fand man in etruskischen Gräbern Abbildungen von Geräten zur Nudel Herstellung.
Die Griechen nannten die Teigspeisen “pastai” und “makaria”, daraus lassen sich die heutigen Namen “pasta” und “makaroni” ableiten. Sie verzehrten die Nudeln bei Beerdigungen zu Ehren des Toten.
Um Nudeln länger haltbar zu machen fanden die Araber bereits im 11. Jahrhundert heraus dass die Oberfläche der Teigware vor der Trocknung vergrößert werden musste.
Im 12. Jahrhundert begann man in der Nähe von Palermo in Sizilien mit dem umfangreichen Export in den gesamten Mittelmeerraum.
Die älteste Nudel Fabrik Deutschlands entstand 1793 in Erfurt.

Zusammensetzung der Nudeln

Hauptbestandteile von Teigwaren sind meist Hartweizengries, Reis, Mais oder Kartoffeln und Wasser. Seltener werden Hirse oder Dinkel verarbeitet. Teilweise ist eine Zugabe von Eiern möglich sowie färbende Zutaten wie Kräuter und Gewürze.
Nudeln sind Teigwaren die beliebig geformt sind und vor dem Verzehr gekocht werden. Unter dem Begriff “Nudeln” sind in der Schweiz allerdings nur Bandnudeln bekannt, ansonsten spricht man von Teigwaren. Hierzulande versteht man unter dem Namen Nudeln auch Macaroni, Spirelli, Hörnchennudeln oder Spagetti. In Baden-Württemberg werden Nudeln als Spätzle oder Knöpfle verzehrt.

Die Herstellung der Nudel

erfolgt heutzutage mittels industrieller Pastamaschinen. Diese sind meist mit Teflon beschichteten Formdüsen versehen welche für eine glatte Oberfläche der Nudel sorgen. Allerdings gibt es hierbei einen wesentlichen Nachteil: so kann eine Sauce weniger gut aufgenommen werden. Düsen aus Buntmetall wie beispielsweise Kupfer oder Bronze erzeugen eine raue Oberflächenstruktur. Jedoch sieht eine solche Nudel nicht sehr ansprechend aus im Vergleich zur glatten Nudel und vermittelt gerne den Eindruck eines schlechten oder gar verdorbenen Produkts. Dabei gilt gerade in Kenner Kreisen eine raue Oberfläche bei Teigwaren unbedingt als Qualitätsmerkmal.

Ob Teigwaren oder Nudelgerichte, aus der heutigen Küche ist die Nudel nicht mehr wegzudenken.

Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehören neben Obst und Gemüse auch Getreideprodukte wie Teigwaren. Als ein Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs ist die Nudel als Energielieferant bei den Grundnahrungsmitteln nicht mehr weg zu denken. Teigwaren machen nicht dick, haben kaum Fett und wenig Kalorien. Sie sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb werden Nudeln in der Sporternährung sehr geschätzt. Eine Nudel aus Vollkornteig ist ballaststoff reicher als eine herkömmliche und sorgt somit für ein lang andauerndes Sättigungsgefühl. Zudem ist sie auch für Diabetiker geeignet.
Nudeln erfreuen sich als Beilage zu Fleisch, als Auflauf oder in der Suppe großer Beliebtheit weil sie in der Zubereitung schnell und unkompliziert sind.
Als Trockenprodukt können Teigwaren bei optimaler Lagerung bis zu drei Jahre ihre Frische behalten.